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Gemeine Rosengallwespe

Die Gemeine Rosengallwespe (Diplolepis rosae) gehört zur Familie der Gallwespen (Cynipidae). Ihre Larven entwickeln sich in einer Wucherung an Wildrosen, der Rosengalle, auch Rosenapfel genannt. Das Weibchen sticht mit ihrem Legebohrer Knospen an und legt darin ihre Eier ab. Ob die Bildung der Galle schon beim Einstich des Weibchens, durch ein abgegebenes Sekret, ausgelöst wird, wird diskutiert. Die sich aus den Eiern entwickelnden Larven wirken jedenfalls maßgeblich bei der Bildung und Vergrößerung der Galle mit. Die Veränderungen werden durch ein abgegebenes Sekret mit Pflanzenhormonen (Cytokinine) hervorgerufen, welche das Wachstum der Rose beeinflussen (die genauen Abläufe sind noch unklar). Die Gallen bestehen aus einer harten verholzten Hülle und einem weichen Inneren, außen werden haarartige Auswüchse gebildet. Die Larven befinden in kleinen, offenen Kammern im Inneren. Sie ernähren sich vom weichen Teil der Galle. Nur wenn Larven vorhanden sind, entwickelt sich die Galle weiter. Die Gallwespenlarve lebt ausschließlich innerhalb der Galle und verpuppt sich auch dort. Die Wespe schlüpft im Folgejahr, durch ein Loch, das sie in die Hülle frisst. Insgesamt ein höchst staunenswertes Phänomen: die Rosengallwespen bzw. ihre Larven beeinflussen das Wachstum der Rose, um geeigneten „Wohnraum“ zu erzeugen.

 

Die Rosengallwespe ist in Europa verbreitet. Die Fortpflanzung der Gemeinen Rosengallwespe erfolgt parthenogenetisch (Jungfernzeugung, eingeschlechtliche Fortpflanzung). Männchen sind in Mitteleuropa sehr selten.

 

Lebensraum: anscheinend gerne in (warmen) mageren Bereichen, mit spärlich wachsenden wilden Rosen.

Nahrung Imago: Nektar verschiedener Blumen.

Nahrung Larve: Pflanzengewebe.

Flugzeit: Ende April bis Mai.

Körpergröße: 3 bis 5 mm.

 

Die Larven der Gallwespe werden auch selbst wieder Opfer von Parasiten. So z.B. von der häufigen Rosenschlupfwespe. Ihre Larven ernähren sich von den Gallwespenlarven, was letztlich deren Tod bedeutet. Weitere Arten verhalten sich ähnlich oder leben gar von den Larven der neuen Parasiten, sie werden deshalb als Hyperparasiten bezeichnet.

 

[2018: Wikipedia, biologie-seite.de, Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld 2007 ● Heft 1, ISSN 1865-9365, als PDF]

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