Der Graubrust-Strandläufer (Calidris melanotos) gehört zur Gattung der Strandläufer (Calidris) und zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae). Sein Brutgebiet sind die Sümpfe und nassen Küstenbereiche des gesamten arktischen Teils Sibiriens und Nordamerikas. Die Männchen haben auf dem Zug vom Winterquartier zum Brutrevier kein eindeutiges Ziel. Sie fliegen zum Teil das gesamte Brutareal der Art ab, auf der Suche nach geeigneten Brutplätzen und Weibchen (bis zu 13 Tsd. Kilometer!). Vielleicht ein Grund, warum die Art als seltener Durchzügler in ganz Deutschland zu sehen ist (hauptsächlich im Mai und von Juli bis Oktober).
Das Brutgebiet erstreckt sich über den gesamten arktischen Teil Sibiriens und Nordamerikas. Die Vögel bevorzugen vegetationsreiche, feuchte Lebensräume.
Graubrust-Strandläufer sind Langstreckenzieher. Sowohl die asiatische Population als auch die nordamerikanische überwintert in Südamerika. Nur ein kleiner Teil überwintert in Australien und Neuseeland.
Das Nest besteht aus einer mit Pflanzenteilen ausgepolsterten Bodenmulde. Die durchschnittlich 4 Eier werden 21 bis 22 Tage lang hauptsächlich vom Weibchen bebrütet. Die Männchen sind meist poygyn und beteiligen sich nicht an der Brutfürsorge, sondern ziehen oft weiter.
Größe: 19 - 23 cm, Flügelspannweite: 38 - 44 cm, Gewicht: 45 - 126 g
Verbreitung: Nordsibirien bis Nordostkanada
Nahrung: Insekten und Insektenlarven, im Frühjahr auch Pflanzenteile
Brut-Lebensraum: Sümpfe und nasse Küstenbereiche der Tundra
Zugverhalten: Langstreckenzieher, überwintert in Südamerika, Südaustralien und Neuseeland
Brutzeit: Ende Mai - Juli
Nest: Bodenbrüter
Fortpflanzung: polygyne Saisonehe, 4 Eier, 1 Brut pro Jahr, Brutdauer 21-23 Tage
Bestand weltweit: 25 - 100 Tsd. Individuen [BirdLife International}
Gefährdung (weltweit) laut IUCN: nicht gefährdet (LC - Least concern)
Gefährdung in D: nur Durchzug.
Anwesenheit in D: meist seltener Durchzügler.