Die Gryllteiste (Cepphus grylle), gelegentlich auch nur Teiste genannt, ist eine mittelgroße Vogelart aus der Familie der Alkenvögel. Es werden fünf gering differenzierte Unterarten unterschieden. In Mitteleuropa ist die Nominatform Cepphus grylle grylle ein regelmäßiger Gastvogel an der Ostseeküste von Polen und Deutschland.
Die hier gezeigte Unterart Cepphus grylle atlantis kommt vor in der Subarktis in Nordamerika sowie vom südlichen Grönland bis zu den Britischen Inseln und Norwegen, südwestliches Schweden, Dänemark, Murmansk und Weißes Meer. Sie wird wird unregelmäßig auch an der Nordseeküste Belgiens und der Niederlande sowie gelegentlich auch an der Ostseeküste beobachtet.
Die Gryllteiste ist ein Brutvogel an den Küsten des Nordpazifiks einschließlich der Beringstraße und dem arktischen Nordamerika, den arktischen Inselgruppen Eurasiens sowie dem Nordwesten Europas bis in den Süden Irlands und Schwedens. Die Vorkommen in Europa liegen auf Island, den Färöern, in Irland, in Norwegen auf der Insel Runde und in Schottland sowie auf kleineren Inseln vor der Küste Englands.
In Deutschland erfolgte 1953 der erste Brutnachweis auf Langenwerder, seitdem gab es immer wieder einzelne Brutnachweise. Die Gryllteiste ist als Wintergast auf der Ostsee zu beobachten.
Die Gryllteiste ist ein gewandter Flieger, die häufig aus großer Flughöhe zu ihrem Brutplatz zurückkehrt. Zum Jagen hält sich die Gryllteiste oft eher in seichten Gewässern in Küstennähe auf. Ihre Beute fängt sie im Tauchen.
Die Gryllteiste ist ein Höhlenbrüter. Zum Brüten begibt sie sich in lockeren Kolonien auf Inseln oder ans Festland, wo beide Elternteile die Eier abwechselnd bebrüten. Die Brutdauer beträgt 25 bis 36 Tage. An der Brut sind beide Elternvögel beteiligt.
Größe / Spannweite: ca. 32 - 38 cm / ca. 49 - 58 cm.
Individuen D: 400 (2011-2016) [NABU/DDA/BfN 2019].
Lebensraum: in Küstengebieten nordeuropäischer Länder, geschützt in Felsspalten
und zwischen Felsbrocken. Ansonsten verbringt sie einen großen Teil ihres Lebens auf dem Wasser.
Nahrung: vor allem Fische und kleine Krebstiere, aber auch Weichtiere und Pflanzenteile.
Rote Liste D: vom Aussterben bedroht!
Rote Liste IUCN: gefährdet (VU - vulnerable)!
Gefährdung in Europa: nicht gefährdet.
Anwesenheit in D: ganzjährig (meist selten) als Gastvogel zu beobachten.
Quellen
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