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Rote Dornwurmwespe

Die Rote Dornwurmwespe (Ibalia leucospoides) gehört zur Familie der Ibaliidae. Die messerartig geformte Wespe ist fast überall in Europa verbreitet, dazu in Afrika, Australien, Asien (ohne China) und Nordamerika. Sie ist in Mitteleuropa selten bis sehr selten.

 

Lebensraum: Wälder mit Tannen (Abies), Zypressen (Cypressus) , Zedern (Libocedrus),

   Fichten (Picea), Pinien (Pinus), Hemlocktannen (Tsuga). 

Biologie:

   Das Weibchen bohrt die Brutkammer der Larven von Holzwespen (Siricidae) an und legt

   ihre Eier auf deren Eier oder Larven. Die Larven der Roten Dornwurmwespe parasitieren diese dann.

   Wirte sind insbesondere Sirex, Urocerus und Xeris-Arten. Die richtige Stelle findet die 

   Rote Dornwurmwespe vermutlich durch ihren Geruchsinn.

   Die Larve frisst innerhalb ihres weiterlebenden und weiterwachsenden Wirts

   (koinobionter Parasitoid). Die Larve des vierten Stadiums verlässt den absterbenden Wirt.

   Sie weist auffallend große Mandibeln auf, scheint aber keine Nahrung mehr aufzunehmen.

   Sie verpuppt sich im Fraßgang ihres Wirts tief im Holz. Die ausgeschlüpfte Imago muss

   sich schließlich durch das Holz bis zur Oberfläche durchnagen.

   Sie besitzt dafür besonders kräftige, gezähnte Mandibeln. Die Entwicklung von der Eiablage

   bis zum Schlupf dauert je nach Bedingungen zwischen ein und drei Jahren.

   Ob die Imago Nahrung aufnimmt, ist unklar.

Zu finden: April bis Dezember (eine Generation/Jahr.)

Körperlänge: 15 mm.

 

Ibaliidae sind Antagonisten von Holzwespenlarven, die z. T. ökonomische Schäden an Waldbäumen und Nutzholz verursachen, und gelten somit als Nützlinge.