Update Artenpool aktuell für Oktober 2019
Eingetragen am 30.10.2019, 09:57 von Naturfoto

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Hybride Stockente x Warzenente (Anas platyrhynchos x Cairina moschata f. domestica)

 

 

(Die Arten sind mit ihrer Kurzinfo und den Fotos verlinkt!)

Den Anfang machen im Oktober noch einmal die Vögel, vor allem die Wasservögel. Zunächst eine Amsel oder Schwarzdrossel (Turdus merula), welche die Früchte des Pfaffenhütchens (Euonymus europaeus) frisst, den giftigen Kern spuckt sie wieder aus (2. Foto). Es folgen u. a.: die zu den Halbgänsen (Tadorninae) gehörende Brandgans (Tadorna tadorna), ein Höckerschwan (Cygnus olor) im Jugendkleid, ein blauäugiger Mischling Graugans x Hausgans (Anser anser x Anser anser f. domestica), eine Kanadagans (Branta canadensis), Weibchen und Männchen der kleinen Krickente (Anas crecca), das Männchen ist Ende Oktober bereits wieder im Prachtkleid und die als Brutvogel in Bayern ausgestorbene Pfeifente (Anas penelope). Es folgen ein Weibchen der Kolbenente (Netta rufina) und der Reiherente (Aythya fuligula), beide teilweise in Bayern als Wintergäste zu finden, ein Weibchen des in Bayern stark gefährdeten Gänsesägers (Mergus merganser), eine Hybride Streifengans x Schneegans (Anser indicus x Anser caerulescens), eine Hybride Stockente x Warzenente (Anas platyrinchos x Cairina moschata f. domestica) und zwei Mischlinge Stockente x Hausente (Anas platyrinchos x Anas platyrhynchos f. domestica). Den Abschluss bilden: der Dunkle Wasserläufer (Tringa erythropus), eine Silbermöwe im Jugendkleid (Larus argentatus), im Sturzflug nach Beute, ein das Junge fütternder Haubentaucher (Podiceps cristatus) und eine Gruppe von Kormoranen (Phalacrocorax carbo).

 

So spät im Jahr gibt es auch noch Heuschrecken und zwar im Lechquellengebirge, auf ca. 2000 m NN: Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus), Weibchen, Bunter Grashüpfer (Omocestus viridulus), Weibchen, Sibirische Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus), Weibchen, auf Neuschnee und Alpine Gebirgsschrecke (Miramella alpina). Den Abschluß bei den Insekten bildet die Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris), die, im Gegensatz zur Verwandtschaft, im Freien lebt und sich nur für verrottende Pflanzesteile interessiert.

Bei den Pflanzen geht es zunächst hauptsächlich um verschiedene Baumarten: eine Hänge-Birke (Betula pendula) und eine Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) bei Raureif, eine Rotbuche (Fagus sylvatica), eine 800-jährige Trauben-Eiche (Quercus petraea), eine Stiel-Eiche (Quercus robur) und eine Winter-Linde (Tilia cordata) bei Raureif. Es folgen einige Blumen: Echte Schlüsselblume (Primula veris), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), der stark gefährdete Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) und der sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes).

Zwei neue Lebensräume sind dazugekomen: Alpine Zwergstrauchheide im Lechquellengebirge, um ca. 2000 m NN, und Alpine Rasen im Lechquellengebirge, um ca. 2000 m NN.

Hier sind die Fotos zu finden!