|
Verein Start Impressum
Programm-2010
Aktuelles Links
Der Verein
Der Naturwissenschaftliche Verein
für Schwaben zählt zu den ältesten Vereinen
dieser Art in Bayern. Durch seine über eineinhalb Jahrhunderte
währende Arbeit hat der Verein einen wesentlichen Beitrag
zur Kenntnis der Natur Bayerisch-Schwabens geleistet. Zudem
hat der Verein bereits sehr früh, d. h. lange vor staatlichen
Naturschutzbemühungen, wichtige Akzente im Naturschutz
gesetzt. Wesentliche Aufgabe für die Zukunft muss es
sein, weiterhin engagierte Mitglieder zu gewinnen, die die
über 150 Jahre währende Tradition des Vereins fortsetzen.
Heute zählt der Naturwissenschaftliche Verein für
Schwaben rund 450 Mitglieder, darunter drei Ehrenmitglieder
und ein Ehrenvorsitzender. Der Vorstand setzt sich aus 9 Personen
zusammen. Beratende Funktion hat ein Beirat von acht Fachleuten
aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen. Funktionell
gliedert sich der Verein in fünf Arbeitsgemeinschaften:
Botanik, Ornithologie, Entomologie, Geologie und Naturschutz.
Aufgabe und Zielsetzung
Von Anfang an bis heute sieht der Verein seine wichtigste
Aufgabe in der Erforschung und Beschreibung der Natur Bayerisch-Schwabens.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch Vorträge, Exkursionen
und regelmäßige Herausgabe von Forschungsberichten
(Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins ) sowie durch
Sonderveröffentlichungen der interessierten Bevölkerung
vermittelt und zudem staatlichen und kommunalen Behörden
zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erhalten im Schriftentausch
ca. 300 Tauschpartner - hauptsächlich Bibliotheken im
In- und Ausland - regelmäßig unsere Publikationen.
Seit Jahrzehnten betreibt der Verein eine aktive und intensive
Naturschutzarbeit, sei es in Form praktischer Landschafts-
und Biotoppflege oder in Form von kompetenter Mitarbeit in
Fachgremien.
Der Verein fördert satzungsgemäß drei große
naturwissenschaftliche Einrichtungen von Schwaben: das Naturmuseum
Augsburg, den Augsburger Zoo und den Botanischen Garten Augsburg.
Auch in Zukunft wird der Verein konsequent an seinen wichtigsten
Zielsetzungen festhalten: Erforschung der heimischen Natur
und deren Bewahrung, verbunden mit einer breit gefächerten
Bildungsarbeit.
Geschichte
1846 gründeten 19 Augsburger Bürger den Naturhistorischen
Verein in Augsburg, der 40 Jahre später, also 1886, in
Naturwissenschaftlicher Verein für Schwaben umbenannt
wurde. Zehn Jahre nach seiner Gründung zählte der
Verein bereits 500 Mitglieder (bei einer Einwohnerzahl der
Stadt Augsburg von damals ca. 40 000!). Unter den Mitgliedern
fanden sich – wie heute noch – Angehörige
verschiedenster Berufe, vor allem Ärzte und Apotheker,
Handwerker und Beamte sowie Kaufleute und Geistliche beider
Konfessionen.
1848 wurde die erste Ausgabe der Vereinszeitschrift gedruckt
und damit eine über eineinhalb Jahrhunderte reichende
Publikationstätigkeit eingeleitet. 1848 fasste der damalige
Vorsitzende Dr. med. KÖRBER als Hauptzweck des Vereins
„die Förderung der naturwissenschaftlichen Studien
und Kenntnis der in Augsburg vorkommenden Naturschätze“
zusammen. In diesem Sinne wurde damals mit dem Aufbau einer
Naturaliensammlung begonnen. „Dank der wohlwollenden
Unterstützung der Stadtväter“ konnte die schnell
angewachsene Sammlung 1854 in das ehemalige evangelische Waisenhaus
(später: Maximilianmuseum, das erste Naturmuseum Augsburgs)
umziehen. Am 17.06.1856, so berichten die Annalen, geruhte
der bayerische König Maximilian die Sammlung des Maximiliansmuseums
zu besichtigen – mit teilnehmendem Interesse und beifälliger
Anerkennung. Als Mann der ersten Stunde hatte der weit überregional
bekannte Präparator und Tierillustrator JOHANN FRIEDRICH
LEU in nebenberuflicher Arbeit die Ausstellungsstücke
des Museums über Jahrzehnte so naturgetreu gestaltet,
dass der Naturforscher ALFRED BREHM 1879 anlässlich eines
Besuches in Augsburg erklärte, er habe noch nirgendwo
solch kunstvoll angefertigte Präparate gesehen.
Bedeutende und bis heute als Pionierleistungen anerkannte
Forschungsberichte jener Zeit sind vor allem die vegetationskundlichen
Arbeiten von FRIEDRICH CAFLISCH, die entomologischen Publikationen
von CHRISTIAN FRIEDRICH FREYER, die erste Avifauna Schwabens
von J. F. LEU und etwas später die paläontologischen
Untersuchungen von Dr. OTTO ROGER.
1904 erhielt der Verein als neues Museumsgebäude für
seine ständig wachsenden Bestände das ehemalige
Stettenhaus am Obstmarkt. Hier bauten Vereinsmitglieder die
Sammlung zu einer der umfangreichsten naturwissenschaftlichen
Sammlungen Deutschlands aus. In der Bombennacht vom 25. auf
den 26. Februar 1944 wurde das Museumsgebäude mit nahezu
dem gesamten Inventar vernichtet.
Nach dem 2. Weltkrieg erholte sich der Verein relativ schnell.
Mitglieder wie der Botaniker Dr. HERMANN ZIEGENSPECK, der
Entomologe Dr. HEINZ FISCHER, der Ornithologe
Dr. WALTER WÜST, der Biologe Dr. WILHELM ISSEL und schließlich
der Botaniker
Dr. ERNST NOWOTNY leiteten ein Zeit intensiver naturwissenschaftlicher
Studien ein. Prof. Dr. HERMANN OBLINGER und Dr. FRITZ HIEMEYER
lenkten in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts über
lange Jahre den Verein äußerst erfolgreich. Sie
trugen zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern, vor allem
mit LORENZ SCHEUENPFLUG, GEORG RADMÜLLER, Dr. GEORG STEINBACHER
und JOHANN STANGL durch eine Vielzahl teils Grund legender
Arbeiten wesentlich zur Kenntnis des Naturraumes Bayerisch-Schwaben
bei.
1991 konnte nicht zuletzt auf jahrelanges Drängen des
Naturwissenschaftlichen Vereins hin das neue Naturmuseum Augsburg
bezogen werden. Die traditionelle Bindung zwischen Museum
und dem Naturwissenschaftlichen Verein besteht, obwohl das
Museum inzwischen eine städtische Einrichtung ist, seitdem
ungebrochen weiter.
1996 feierte der Naturwissenschaftliche Verein für Schwaben
sein 150–jähriges Bestehen im Goldenen Saal des
Augsburger Rathauses mit einem Festvortrag des Klimaforschers
Prof. WOLFGANG SEILER. Nicht zuletzt wollte die Vorstandschaft
mit dieser Themenwahl auch verdeutlichen, dass der traditionsreiche
Verein sich wesentlichen Zukunftsfragen verantwortungsvoll
stellt und auch weiterhin stellen will.

Exkursion
Lechfeldebene

Stadtwald
Augsburg
Titelblatt
der 1. Ausgabe
Pferdestudie
von Johann Friedrich Leu

Schmetterlingsstudie
von Josef Ahorner
Mittelspecht
von Johann Friedrich Leu
Altes Museum
am Obstmarkt
Tannenstreckfuss
von Christian Friedrich Freyer
|