Vortrag: Die Bayerische Avifaunistische Kommission
Eingetragen am 26.02.2014, 20:35 von Ornithologie
Dienstag 18.03. 19:30 Uhr, Treffpunkt: Ulrichswerkstätte Augsburg, Werner v. Siemens Straße 12, Eingang hinter dem Malteser Hilfsdienst.
Spornpieper, Thorshühnchen und Gänsegeier sind nur einige Arten, die in unserer Region in den letzten Jahren aufgetaucht sind, aber zu den selten zu beobachtenden Arten zählen. Für die einen sind diese Seltenheiten "nur" Arten, die aufgrund von außergewöhnlichen Wetterlagen oder eines genetisch veränderten Zugverhaltens in unsere Region gelangten, für die anderen ist der Nachweis einer Seltenheit weitab des Verbreitungsgebietes das Salz in der Suppe in ihrem Hobby. Unbenommen machen gerade Arten, die selten zu beobachten sind, die Vogelbeobachtung richtig spannend.
Aus ornithologischer Sicht haben die Nachweise selten und unregelmäßig zu beobachtender Arten einen hohen wissenschaftlichen Wert. Um den Ansprüchen wissenschaftlich verwertbarer Daten zu genügen, ist es unabdingbar, diese Beobachtungen und Nachweise nachvollziehbar zu machen und bei der Bayerischen Avifaunistischen Kommission zu dokumentieren. Leider ist die Moral zur Dokumentation von Seltenheiten oft sehr gering, besonders wenn ein gemeldeter Nachweis nicht anerkannt wurde.
Wir möchten Ihnen einen interessanten Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise der BAK ermöglichen. Aus erster Hand werden wir Hinweise zur richtigen Dokumentation von Seltenheiten erhalten, und es besteht die Möglichkeit, eigene schriftliche Nachweise von Seltenheiten direkt zu besprechen. Darüber hinaus werden wir auch spannende Informationen zu Seltenheiten in Bayern erhalten.
Wir hoffen mit dieser Veranstaltung die Moral für die Meldung von Seltenheiten zu erhöhen, nachvollziehbar zu machen, wie eine avifaunistische Kommission arbeitet und wie Beobachtungen zu dokumentieren sind, um sie anerkennen zu können und somit einen weiteren weißen Fleck auf der ornithologischen Landkarte für unsere Region zu tilgen.
Leitung: Robert Kugler
Referentin: Dr. Kirsten Krätzel